Klang+Ton Heft 2/2017 Testfazit Mini-Subwoofer!

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Neue tiefe Töner! Wie sie es gerne schon mal machen, haben uns die Männer von Blue Planet Acoustic einen ganzen Schwung Subwoofer vorbeigebracht. Stellvertretend wollen wir Ihnen zwei davon vorstellen. Den PR14-C und den PR10-A. Allen neuen Subwoofern gemein sind die Passivmembranen, deren Konstruktion sich Tang Band seit einiger Zeit auf die Fahnen geschrieben hat. Die Tang Band Resonatoren sind aus einem Stück Gummi gefertigt und werden wie Chassis einfach auf das Gehäuse geschraubt. Im Vergleich zu den wirklich günstigen „Portokassen-Subwoofern“ hat man hier noch einmal deutlich an Volumen eingespart, so dass nun die Konstruktion ultrakompakter Sub-Sat-Systeme auch für den Selbstbauer in greifbare Nähe rückt. Das Ganze ist nicht extrem günstig, aber das Niveau liegt auch viel höher als bei den handelsüblichen PC-Lautsprechern, beispielsweise. Der PR14-C ist noch mit einem konventionellen Chassis ausgestattet, dem W6-1139, den zwei ovale Passivmembranen flankieren. Hier hat man in einem Meter Abstand einen ordentlichen Wirkungsgrad und eine relativ hohe Breitbandigkeit – hier muss über ein Aktivmodul entsprechend gefiltert werden. Der kleinere PR10-A ist dagegen Subwoofer pur: Der massive Spezialtreiber, gepaart mit dem großen Passivradiator sorgt für eine rein mechanische Filterbildung: Bereits ab 70 Hertz geht es schon wieder bergab mit dem Schalldruck. Das kann aber mit einer entsprechend großen Spule passiv ganz gut entzerrt werden, so dass man mit einem minimalen Aufwand einen zwischen 45 und 100 Hertz gut brauchbaren Sub erhält. Fazit: Für Anwendungen mit minimalem Platzbedarf die idealen Subwoofer.

Klang+Ton Heft 5/2017 Testfazit Omnes Audio Luna AMT!

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Traum-Zweiwegebausatz! Mit Geschmack. Mal kein Breitbänder: Blue Planet Acoustic präsentiert einen kleinen, gediegenen Zweiwegelautsprecher mit besonderer Bestückung. Wir haben es mit einem hübschen kleinen Zweiwegemonitor zu tun, bei dem ein leicht exotischer Fünf-Zoll-Tiefmitteltöner und ein AMT für die Beschallung sorgen. Der Anschluss an den Tiefmitteltöner gerät nahtlos, beide agieren ähnlich ansatz- und mühelos. Dass in Sachen Bassfundament nichts in den Himmel wächst, versteht sich von selbst; das, was die Luna AMT diesbezüglich leistet, ist aber aller Ehren wert, wie Bass und Schlagzeug auf „Six Blade Knife“ von Dire Straits, gerade ziemlich eindrucksvoll beweisen. Sehr zackig, sehr konturiert, was die hübsche Kompakte da abliefert. Vor Hubert Laws`Querflöte auf seinem 1970er-Album „Afro-Classic“ hatte ich ein wenig Angst, die erwies sich aber als unbegründet: Die Luna AMT geht mit dem sehr smoothen Jazz extrem behutsam um. Sie sortiert die bis zu acht Musiker ganz hervorragend im Raum und bläst auch das Schlagzeug einmal nicht auf unnatürliche Größe auf. Ja, die Becken, die könnten vielleicht ein bisschen…Sie wissen schon. Dafür tönt`s ganz weit aus der Lautsprecherebene heraus, staffelt hervorragend in die Tiefe und ich gucke sicherheitshalber noch mal nach, was der Bausatz kostet: 180 Euro pro Seite, tatsächlich. Erstaunlich. Und wenn Sie einen gut bedämpften und nicht zu großen Raum haben, dann sollten Sie der Kleinen vielleicht doch mal eine Chance geben. Holger Barske